Geldanlage Sparbuch: Zinsen und Spesen
Das Sparbuch zählt zu den beliebtesten Anlageformen der Österreicher, obwohl der zu erzielende Ertrag eher gering ausfällt, und auch noch durch Spesen stark gemindert wird. Den Grund für die grosse Beliebtheit eines Sparbuches findet man im geringen Risiko dieser Sparform.
Überweisungen können direkt von einem Sparbuch aber nicht vorgenommen werden. Das Sparbuch ist nur als Sparform gedacht.
Mit den Zinsen am Sparbuch ist es so eine Sache. Diese können von Sparbuch zu Sparbuch sehr verschieden ausfallen, und hängen von Höhe der Einlage, als auch von der Dauer der Anlage ab.
Die niedrigsten Zinsen auf einem Sparbuch erhält man bei einem täglich fälligen Guthaben. Diese Art von Sparbuch ist eher abzulehnen, und alles andere als empfehlenswert.
Welches Sparbuch ist dann zu empfehlen? Die beste Form ein Sparbuch führen zu lassen ist das fixverzinsliche Sparbuch. Fixverzinsliche Sparbücher sind auch als “Kapitalsparbücher” bekannt. Die Bindungsdauer beginnt bei 6 Monaten, und kann mehrere Jahre dauern. Wird während der Bindungsfrist Geld abgehoben, fallen die Zinsen auf einen niedrigeren Zinssatz zurück. Der Vorteil einer Bindungsfrist fällt damit wieder weg. Deshalb sollte man tunlichst darauf verzichten Geld vor der Bindungsfrist abzuheben.
Bei Sparbüchern gibt es natürlich nicht nur den Ertrag durch Zinsen, sondern auch die Spesen zu beachten. Mit Schliessungs und Kontoführungsgebühren soll man einmal in jedem Falle rechnen. Es gibt auch den sogenannten “Cent Ausgleich”. Beim Cent Ausgleich werden nur abgerundete volle Beträge ausbezahlt. Das kann in besonders ungünstigen Fällen einen Verlust von 99 Cent ausmachen.
Möchte man auch der stolze Besitzer eines Sparbuches sein, sollte man sich jedoch vorher gründlich und sorgfältig über die anfallenden Spesen informieren. Ist die Spesenbelastung höher als der Zinsertrag, so müsste man sich wirklich hinterfragen ob diese Art von Geldanlage Sinn macht oder nicht.